Die Gemeinschaft der Zooförderer ist Zusammenschluss von Zoovereinen Deutschlands. Die Gemeinschaft gibt an, dass sie inzwischen aus über 70 Mitgliedsvereinen bestehen.
Gegründet wurde die Gemeinschaft 1994 und hat sich folgende Aufgaben zum Ziel gesetzt:
- Durchführung von wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Veranstaltungen,
- Durchführung von Aktionen zum Tierschutz und Artenschutz,
- Mitarbeit in der Deutschen Stiftung für Artenschutz
- Durchführung von Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch mit Mitgliedsvereinen,
- Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch mit den Verbänden im Bereich der Zootierhaltung,
- die Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder in der Öffentlichkeit und gegenüber Dritten,
- Durchführung von Bildungsveranstaltungen.
Weitere Informationen zur Gemeinschaft der Zooförderer.
Zooverein Schwerin bei der 22. Delegiertentagung der Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ) in Stuttgart
Unter dem Motto „Vom Zoo zum Changemaker – Artenschutzarbeit moderner Zoos und ihrer Fördervereine“ trafen sich in Stuttgart mehr als 90 Vertreterinnen und Vertreter aus 36 Zoofördervereinen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Artenschutz, in der Bildungsarbeit und in der Vereinsarbeit auszutauschen. Für den Zooverein Schwerin nahm unser Beiratsmitglied Liz an der Tagung teil.
Bereits der traditionelle „Icebreaker“ am Freitagabend im Restaurant Amazonica bot Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bekannte Gesichter aus der Gemeinschaft der Zooförderer wiederzutreffen. Der persönliche Austausch zwischen den Vereinen ist ein wichtiger Bestandteil der Tagung und liefert regelmäßig wertvolle Impulse für die eigene Vereinsarbeit.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Mottos der Tagung. Im Naturkundemuseum am Löwentor fand zunächst die außerordentliche Mitgliederversammlung der Gemeinschaft der Zooförderer statt. Dabei beschlossen die Mitglieder eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge. Ziel ist es, auch künftig die erfolgreiche Artenschutzarbeit der GdZ nachhaltig zu sichern und weiter auszubauen.
Anschließend erwartete die Teilnehmenden ein hochkarätiges Vortragsprogramm. Dr. Thomas Kölpin, Direktor der Wilhelma, stellte den Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart und dessen vielfältiges Engagement im Artenschutz vor. Vanessa Kanaan, Direktorin des Instituto Fauna Brasil, berichtete per Videobotschaft aus Brasilien über internationale Schutzprojekte. Stefanie Reska, Leiterin der Stabsstelle Artenschutz der Wilhelma, zeigte die zukunftsweisende Zusammenarbeit zwischen der Wilhelma, der Gemeinschaft der Zooförderer und der IUCN auf.
Einen Blick auf oftmals wenig bekannte, aber besonders bedrohte Tierarten warf Dr. Jens-Ove Heckel, Vorstandsvorsitzender der ZGAP, mit seinem Vortrag „Hilfe für unbekannte hochbedrohte Arten“. Anschließend verdeutlichte Dr. Martin Schaefer von der Stiftung Jocotoco in seinem eindrucksvollen Vortrag „Verwandeln wir die Hotspots der Biodiversität in Hopespots“, wie gezielter Naturschutz bedrohten Lebensräumen wieder Hoffnung geben kann.
Am Nachmittag führte ein Rundgang durch den Rosensteinpark die Teilnehmenden zu verschiedenen Projekten rund um den Artenschutz direkt vor der Haustür. Themen waren unter anderem die Arbeit der AG Fledermausschutz Baden-Württemberg e. V. sowie das ökologische Parkmanagement und dessen Bedeutung für die heimische Artenvielfalt.
Den stimmungsvollen Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Abendessen im Aquarium der Wilhelma – eine besondere Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und neue Ideen für die Vereinsarbeit mitzunehmen.
Am Sonntag standen verschiedene Führungen durch die Wilhelma auf dem Programm, bei denen unterschiedliche Schwerpunkte aus Tierhaltung, Botanik und Artenschutz vorgestellt wurden. Beim gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Amazonica endete schließlich eine rundum gelungene Tagung.
Für den Zooverein Schwerin war die Teilnahme erneut eine wertvolle Gelegenheit, Erfahrungen mit anderen Zoofördervereinen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und zahlreiche Anregungen für die zukünftige Vereinsarbeit mitzunehmen. Der Blick über den Tellerrand zeigt immer wieder, wie vielfältig die Aufgaben moderner Zoofördervereine geworden sind – von der Unterstützung internationaler Artenschutzprojekte über Bildungsarbeit bis hin zur Gewinnung neuer Ehrenamtlicher und Mitglieder.
Ein herzlicher Dank gilt der Gemeinschaft der Zooförderer sowie der Freunde und Förderer der Wilhelma Stuttgart-Bad Cannstatt e.V. für die hervorragende Organisation und Gastfreundschaft.



Das Wiedersehen ist bereits geplant: Die 23. Delegiertentagung findet im Oktober 2027 in Münster statt. Unter dem Titel „Zoo der Zukunft: Bildung? Naturschutz? Event-Location?“ werden dort erneut aktuelle Fragen der modernen Zooentwicklung im Mittelpunkt stehen.
Zurück aus Chemnitz: Zooverein Schwerin bei der 21. Delegiertentagung der Gemeinschaft der Zooförderer
Ein inspirierendes Wochenende voller neuer Ideen, spannender Gespräche und wertvoller Impulse liegt hinter uns. Vom 10. bis 12. Oktober trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Zoofördervereinen aus Deutschland und Europa zur 21. Delegiertentagung der Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ) in Chemnitz – und Liz vom Zooverein Schwerin waren mit dabei.
Die diesjährige Tagung stand unter den Mottos „C the unseen“ und „Story sells – gute Geschichten verkaufen“. Im Mittelpunkt standen damit sowohl der Schutz oft übersehener Tierarten als auch die Frage, wie Zoos und Fördervereine Menschen noch besser für Natur- und Artenschutz begeistern können. Chemnitz präsentierte sich dabei als Europäische Kulturhauptstadt 2025 und zugleich als engagierter Gastgeber einer rundum gelungenen Veranstaltung.
Bereits am Freitagabend bot der traditionelle Icebreaker im Congress Hotel Chemnitz die erste Gelegenheit, bekannte Gesichter wiederzusehen und neue Kontakte zu knüpfen. Der persönliche Austausch mit anderen Zoofördervereinen ist jedes Jahr ein besonderes Highlight. Gerade hier entstehen viele Ideen, die später ihren Weg in die Vereinsarbeit finden.
Der Samstag begann mit der Mitgliederversammlung der Gemeinschaft der Zooförderer, bevor ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm folgte.
Den Auftakt machte Dr. Dag Encke, Direktor des Tiergartens Nürnberg und Präsident des Verbands der Zoologischen Gärten, mit seinem Vortrag über die ethischen Herausforderungen im Artenschutz. Anschließend zeigte Kevin Rüffer, Cheftierpfleger des Tierparks Chemnitz, eindrucksvoll, warum sich Artenschutz nicht nur um Elefanten, Tiger oder Nashörner drehen darf. Unter dem Titel „C the unseen – gelebter Artenschutz abseits von Tiger, Nashorn & Co.“ stellte er Arten in den Mittelpunkt, die in der Öffentlichkeit oft kaum wahrgenommen werden und dennoch dringend Unterstützung benötigen.
Wie wichtig gute Kommunikation für erfolgreiche Vereinsarbeit ist, machte Thomas Paarmann in seinem Vortrag „Story sells – gute Geschichten verkaufen“ deutlich. Denn Menschen begeistern sich für Naturschutz vor allem dann, wenn Geschichten Emotionen wecken und Zusammenhänge verständlich machen. Ergänzend stellte er mit „Charlie’s Kooperative – Erlebnisbauernhof 1883“ ein gelungenes Praxisbeispiel moderner Besucheransprache vor.
Mit der Erwachsenen- und Schülerakademie präsentierte Thomas Ziolko ein beeindruckendes ehrenamtliches Bildungsprogramm, bevor Bernd Hahlen mit der Zoolotterie zeigte, wie kreative Ideen zusätzliche Mittel für den Artenschutz generieren können. Den Abschluss bildete Bruno Hensel, der auf 25 Jahre gelebten Artenschutz zurückblickte und dabei eindrucksvoll verdeutlichte, welchen Beitrag Zoofördervereine in den vergangenen Jahrzehnten geleistet haben.
Am Abend klang der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Pelzmühle aus. Auch hier wurde intensiv diskutiert, Erfahrungen wurden ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft.
Zum Abschluss der Tagung standen am Sonntag Führungen durch den Tierpark Chemnitz und das Wildgatter Oberrabenstein auf dem Programm. Besonders beeindruckend waren die Einblicke in die außergewöhnlich umfangreiche Amphibiensammlung des Vivariums sowie die naturnahe Gestaltung des Wildgatters – zwei Beispiele dafür, wie moderner Artenschutz und Besucherbildung erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Wir nehmen viele neue Ideen, Anregungen und Kontakte mit zurück nach Schwerin. Die Delegiertentagung zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig der Austausch innerhalb der Gemeinschaft der Zooförderer ist. Gemeinsam können wir voneinander lernen und unsere Zoos noch besser bei ihren Aufgaben in den Bereichen Artenschutz, Bildung und Forschung unterstützen.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Tierparkfreunden Chemnitz für die hervorragende Organisation und Gastfreundschaft.



Wir freuen uns schon jetzt auf das Wiedersehen im kommenden Sommer bei der 22. Delegiertentagung der Gemeinschaft der Zooförderer in der Wilhelma Stuttgart!
25 Jahre Gemeinschaft der Zooförderer – zu Gast bei der Jubiläumstagung in Berlin
Vom 19. bis 22. September 2019 stand für unseren Zooverein ein ganz besonderes Ereignis auf dem Programm: die 18. Delegiertenversammlung und Jubiläumstagung der Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ) in Berlin. Anlass war das 25-jährige Bestehen der Gemeinschaft der Zooförderer – ein Vierteljahrhundert gemeinsamen Engagements für Zoos, Artenschutz und Bildung.
Für den Förderverein „Freunde des Schweriner Zoos“ e. V. nahmen unsere Vorsitzende Doris Schmidt sowie unsere Geschäftsführerin Erika Hellmich an der Tagung teil.
Gastgeber waren die Gemeinschaft der Förderer von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V., die mit viel Engagement und Herzblut ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt hatten. Dafür möchten wir uns auch heute noch herzlich bedanken.
Gemeinsam mehr bewegen

Die Gemeinschaft der Zooförderer verbindet Fördervereine aus Deutschland und Europa mit einem gemeinsamen Ziel: Zoos in ihrer Arbeit für Artenschutz, Bildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Mindestens genauso wichtig ist der gegenseitige Austausch. Denn viele erfolgreiche Ideen entstehen dadurch, dass Vereine voneinander lernen.
Bereits der feierliche Empfang im Museum für Naturkunde Berlin machte deutlich, welchen Stellenwert die Gemeinschaft der Zooförderer inzwischen für den modernen Artenschutz einnimmt.
Die eigentliche Tagung fand im Roten Rathaus statt und wurde von Bruno Hensel, Präsident der Gemeinschaft der Zooförderer, eröffnet. In seiner Ansprache blickte er auf 25 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zurück und zeigte zugleich auf, welche Herausforderungen Zoofördervereine künftig erwarten.
Zoovereine im Wandel
Das Vortragsprogramm beschäftigte sich mit Themen, die auch heute aktueller denn je sind.
Wie können Fördervereine Zoos als Kommunikationspartner unterstützen? Welche Rolle spielen sie in der öffentlichen Wahrnehmung zoologischer Einrichtungen? Wie gelingt erfolgreiche Lobbyarbeit für Natur- und Artenschutz? Und welche Möglichkeiten bietet modernes Online-Fundraising?
Neben diesen zukunftsorientierten Themen stand auch die strategische Weiterentwicklung von Fördervereinen im Mittelpunkt. Besonders spannend war die Diskussion darüber, wie sich Tradition und moderne Vereinsarbeit sinnvoll miteinander verbinden lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt war das „Zootier des Jahres 2019“ – der Gelbwangen-Schopfgibbon. Mit der jährlich wechselnden Kampagne macht die Gemeinschaft der Zooförderer gemeinsam mit ihren Partnern auf hochbedrohte Tierarten aufmerksam, die häufig nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Bereits zahlreiche Artenschutzprojekte konnten durch diese Initiative finanziell unterstützt werden – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie viel Zoofördervereine gemeinsam bewegen können.
Austausch, Inspiration und neue Ideen
Neben den Vorträgen bot die Tagung zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Zoofördervereine. Gerade diese Gespräche sind jedes Jahr besonders wertvoll und liefern neue Impulse für die eigene Vereinsarbeit.
Aus den vielen Begegnungen entstand unter anderem die Idee, den Austausch mit Zoofördervereinen aus Mecklenburg-Vorpommern künftig weiter auszubauen und voneinander zu lernen.
Ein besonderer Höhepunkt war das Benefizkonzert der „Comedian Harmonists Today“ im traditionsreichen Admiralspalast.
Natürlich durfte auch der Blick hinter die Kulissen nicht fehlen. Führungen durch den Zoo Berlin und den Tierpark Berlin ermöglichten spannende Einblicke in die Entwicklung beider zoologischer Einrichtungen und zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig moderner Artenschutz heute gelebt wird.
Den stimmungsvollen Abschluss bildete der Abschlussempfang im historischen Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin.
Die Jubiläumstagung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk engagierter Zoofördervereine ist. Gemeinsam können wir Ideen entwickeln, Erfahrungen teilen und den Natur- und Artenschutz nachhaltig stärken – ganz im Sinne unseres gemeinsamen Mottos: Zusammen für Zoo, Bildung und Artenvielfalt.
